1939

1939 Inbetriebnahme des neu errichteten Stahlwerks
Zur Jahresmitte Beginn der Inbetriebnahme des seit 1937 im Anschluss an das Walzwerk errichteten neuen Stahlwerks. Außer einem Siemens-Martin-Ofen mit einer Kapazität von 30 Tonnen ist hier als weitere Neuanlage ein 15-Tonnen-Elektro-Ofen installiert; hinzu kommen noch ein 5- und ein 10-Tonnen-Elektro-Ofen aus dem bisherigen Stahlwerk auf dem Werksgelände der Buderus’schen Eisenwerke.
Das Lieferprogramm der Stahlwerke Röchling-Buderus umfasst Schnellarbeitsstähle, legierte und unlegierte Werkzeugstähle, legierte und unlegierte Baustähle für den allgemeinen Maschinen-, Motoren- und Automobilbau, nicht rostende Stähle, hitze-, zunder- und säurebeständige Stähle, Halbzeug, Stabstahl, Draht, Bleche, Band, Gesenkschmiedestücke, unbearbeitete und bearbeitete Freiform-Schmiedestücke jeder Art sowie Schweißdrähte.
Aufgrund systematischer eigener Forschungsaktivitäten gelingt dem Unternehmen in den zwanziger und dreißiger Jahren die Entwicklung neuer Werkstoffe, die zur Erteilung von Patenten führen. Beispiele hierfür sind Roneusil, ein rostfreier Stahl mit Silberglanz für Tafelbestecke und für die chemische Industrie sowie das Sonderweicheisen A M E für die Gleichstrom-Magnetisierung (z.B. zum Einsatz in der Telefonindustrie).
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